Hund, Katze & Co. bestatten

Beerdigungsmöglichkeiten für geliebte Tiere

Werden und vergehen, aufblühen und verwelken, ankommen und Abschied nehmen. Das Leben ist ein immerwährender Kreislauf zwischen Auf und Ab sowie Leben und Tod. Vergänglichkeit spielt daher eine große Rolle – auch wenn viele von uns dies nicht wahrhaben wollen. Dabei reicht ein Blick in die Natur, um zu wissen, dass sie ein wichtiger Teil unserer gesamten Reise hier auf Erden ist. Viele von uns müssen im Laufe des Lebens daher nicht nur von Herzensmenschen Abschied nehmen, deren Zeit in dieser Welt zu einem Ende gekommen ist, sondern auch von Haustieren. Vom geliebten Kater, der einen stets schnurrend zu Hause empfangen hat. Oder vom liebgewonnenen Hund, mit dem man durch alle Jahreszeiten spaziert ist. Doch welche Möglichkeiten gibt es, um Katze, Hund und andere Tiere zu bestatten? Und wie kann so ein Abschied aussehen? Wir klären die Rechtslage und haben Ideen für Bestattungsrituale gesammelt.

Rechtliches zum Bestatten von Katze, Hund & anderen geliebten Haustieren

Je nach Land und Bundesland gibt es andere Gesetze, die mitunter recht unterschiedlich ausfallen können – vor allem in puncto Gewichtsgrenzen oder Grabstelle. Daher ist es essentiell, sich vorab gut zu informieren. Im Zweifelsfall geben Gemeinden, Tierbestatter oder Veterinärämter Auskunft. Nachstehend haben wir die wichtigsten Bestimmungen für Österreich, Deutschland und die Schweiz zusammengefasst:

 

  • Österreich: In Österreich sind tote Tiere grundsätzlich entsorgungspflichtig. Der Grund hierfür ist, dass damit möglichen Seuchen und Krankheiten entgegengewirkt werden soll. Der Haustierbesitzer ist somit verpflichtet, verstorbene Tiere an eine zugelassene Einrichtung zu übergeben. Das sind in erster Linie Sammelstellen in den Gemeinden. In Wien holt die Tierkörperverwertung das verstorbene Tier sogar direkt bei Ihnen ab. Doch für viele Menschen ist es unvorstellbar, den geliebten Weggefährten einfach auf diese Art und Weise zu „entsorgen“, daher gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, Hund, Katze & Co. auf einem Tierfriedhof zu bestatten. Für freistehende Individualgräber müssen Sie dabei mit mindestens 150 Euro rechnen – hinzu kommen die Kosten für die Grabmiete und -pflege. Oder aber Sie lassen Ihr Tier in einem Tierkrematorium einäschern, um so eine Urne mit nach Hause nehmen zu können. Je nach Größe des Tieres kann eine solche Feuerbestattung zwischen 70 und 400 Euro kosten. Erlaubt ist darüber hinaus, das Haustier auf dem eigenen Grund zu begraben. Hierzu zählen insbesondere Hunde, Katzen und Kleintiere. Die wichtigsten Voraussetzungen hierfür sind: Das Tier darf nicht seuchenverdächtig sein, die Grabstelle sollte sich mindestens zwei Meter vom Nachbarsgarten entfernt befinden und ausreichend tief sein.
  • Deutschland: In Deutschland gelten ähnliche Bestimmungen und finanzielle Richtwerte. Dort wurden ebenso Anlagen zur Tierkörperbeseitigung geschaffen und es gibt die Möglichkeit, das Tier auf einem eigenen Friedhof zu bestatten oder einäschern zu lassen. Ebenso dürfen Tiere am eigenen Grundstück vergraben werden – vorausgesetzt, alle Vorgaben werden eingehalten. Hierzu zählen allen voran: Das Tier muss mindestens 50 Zentimeter tief begraben werden und darf unter keiner meldepflichtigen Krankheit gelitten haben. Ebenso darf das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet oder in der Nähe öffentlicher Wege liegen.
  • Schweiz: In der Schweiz können ebenso Tierfriedhöfe oder -krematorien für eine Bestattung herangezogen werden. In puncto Kosten ist für ein Grab mit mindestens 500 Franken für drei Jahre zu rechnen. Genauso viel kostet in etwa die Einäscherung samt Urne. Tiere, die nicht mehr als 10 Kilogramm gewogen haben, können darüber hinaus zu Hause im Garten beerdigt werden, sofern die Erdschicht über dem Tier mindestens 120 Zentimeter dick ist und das Grab mindestens zwei Meter über dem Grundwasserspiegel und fern von Wasserquellen liegt. Auch Grundwasser-Schutzzonen und -areale sind tabu und die Tierleiche darf nicht in Plastik eingewickelt sein.

Haustier im Garten bestatten: Schritt für Schritt

Entscheiden Sie sich für eine Bestattung im Garten, so sollten Sie folgendes berücksichtigen:

  • Verwenden Sie nur verrottbare, nachhaltige Materialien ohne Kunststoff. Sie können das Tier zum Beispiel in ein Baumwolltuch wickeln, einen Holzsarg anfertigen lassen oder eine Kartonbox verwenden.
  • Heben Sie ein ausreichend tiefes Erdloch aus – je nach Gesetzeslage sind hier unterschiedliche Mindestmaße zu beachten – und bestreuen Sie den Boden mit etwas Kalk. Dieser kann schlechte Gerüche binden und beschleunigt den Verwesungsprozess.
  • Errichten Sie einen kleinen Hügel, denn durch Regen und Kompression wird die Erde später noch etwas absacken.
  • Bedecken Sie das Grab mit Steinen, um es kompakter zu machen und zu verhindern, dass andere Tiere es freilegen. Schmücken Sie es mit Gesteck, Blumen oder einem Kreuz.

Ideen, um Abschied vom geliebten Tier zu nehmen

Wer Hund, Katze und anderen Tieren auf einem Tierfriedhof die letzte Ruhe erweist, hat künftig einen Ort, um sich dort an das geliebte Haustier zu erinnern. Ähnlich verhält es sich mit einer Grabstätte am eigenen Grundstück. Und wer es einäschern lässt, kann die Urne mit nach Hause nehmen und an einem speziellen Platz aufstellen. Doch ganz egal, wofür Sie sich entscheiden – auch das Drumherum ist für viele Menschen wichtig. Das heißt: das Abschied-Nehmen. Und hierfür möchten wir Ihnen abschließend noch ein paar Ideen präsentieren:

  • Abschiedszeremonie: Stirbt ein Mensch, versammeln wir uns, um uns gemeinsam noch einmal an sein Leben zu erinnern und dann loszulassen. Doch warum sollte dies nur Menschen vorbehalten sein? Sie können auch eine Abschiedszeremonie für Ihr Haustier organisieren. Versammeln Sie hierfür Menschen, die das Tier genauso wie Sie ins Herz geschlossen haben. Mit Kerzen, stimmungsvoller Musik und einem guten Essen lässt es sich zusammen in Erinnerungen schwelgen. Vielleicht hat jemand sogar eine Geschichte oder ein Lied über das Haustier verfasst oder Sie stöbern gemeinsam in alten Fotos.
  • Abschiedsbrief: Für manche Menschen ist es leichter, sich schreibend von traurigen oder negativen Gedanken zu befreien – daher kann es sinnvoll sein, einen Abschiedsbrief an das geliebte Tier zu verfassen. Erinnern Sie sich an gemeinsame Aktivitäten oder bedanken Sie sich für all das, was Ihnen Ihr Haustier gegeben hat.
  • Grabbeilagen: In vielen Kulturen sind Grabbeilagen essentiell – Sie können auch Ihrem Tier etwas für seine letzte Reise mitgeben. Zum Beispiel eine Kuscheldecke, Leckerlis, ein Foto, einen Hundeknochen oder Blumen.
  • Spaziergang: Wer sich von einem geliebten Hund verabschiedet, kann den liebsten Spaziergang am Tag der Beerdigung in Angriff nehmen und so Schritt für Schritt Abschied nehmen.
  • Gleichgesinnte: Helfen kann in der akuten Trauer der Austausch mit Gleichgesinnten. Andere Hundebesitzer verstehen die Gefühle oft besser, als Menschen, die keinen Vierbeiner an ihrer Seite haben.
  • Erinnerungsstück: Wer das Haustier auch nach dem Tod nah bei sich tragen möchte, kann sich ein besonderes Erinnerungsstück anfertigen lassen. Wir von Mevisto stellen hochwertige und einzigartige Schmuckstücke aus der Asche oder den Haaren geliebter Haustiere her, die Ihnen den Trauerprozess erleichtern und ein bleibendes Andenken schaffen.
  • Gutes tun: Es kann guttun, sich in der Zeit des Trauerns ehrenamtlich zu engagieren und anderen Tieren zu helfen. Bieten Sie Ihrem Nachbarn an, mit seiner Fellnase spazieren zu gehen, verschenken Sie das übriggebliebene Futter an andere Haustierbesitzer oder spenden Sie Geld an Tierorganisationen.

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