Lange Freude an Gold-, Silber- und Edelsteinschmuck: Hinweise zu Pflege und Haltbarkeit

Wir tragen ihn, um unser Outfit damit zu komplettieren. Wir legen ihn an, um unserer Individualität Ausdruck zu verleihen. Und wir betrachten ihn, um uns an Personen oder Ereignisse zu erinnern. Die Rede ist von Schmuck. Im Idealfall begleitet uns das jeweilige Schmuckstück viele Jahre. Oder aber es überdauert sogar Generationen. Doch damit Sie lange Freude an Gold-, Silber- oder Edelsteinschmuck haben, sollten Sie ein paar Dinge in puncto Pflege beherzigen. Und auch das Material, aus dem die Schmuckstücke gefertigt wurden, spielt beim Thema Haltbarkeit eine Rolle. Wir haben für Sie Wissenswertes zu dieser Thematik zusammengefasst.

Art des Tragens beeinflusst Haltbarkeit

Eines vorweg: Geht Schmuck kaputt, hat dies meist nichts mit der Verarbeitung zu tun, sondern mit dem Träger bzw. der Art und Weise, wie er Kette, Ohrringe und Co. verwendet. Vorausgesetzt es handelt sich dabei um hochwertigen Schmuck. Wohl aber kann der Zahn der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes etwa an einem Goldring nagen. Hierzu sollte man zunächst wissen, dass das meiste Gold, aus dem Schmuck gefertigt wird, mit anderen Metallen legiert wird. Auf diese Art und Weise wird das ansonsten viel zu weiche Gold widerstandsfähiger gemacht. Bleichmittel und Chlor können diese Legierungen jedoch im Laufe der Zeit zersetzen – es entstehen Risse oder desolate Lötstellen. Aber auch die normale Abnutzung eines Ringes, der tagtäglich getragen wird, führt dazu, dass das Band dünner und damit anfälliger für Brüche wird. Die gute Nachricht: Juweliere können einen gerissenen Ring relativ einfach reparieren.

Materialien spielen eine wichtige Rolle

Aber nicht nur die Legierungen eines Goldschmuckstücks spielen in puncto Haltbarkeit eine Rolle, sondern Sie sollten beim Tragen von Schmuck und bei der Schmuckpflege generell auf die unterschiedlichen Materialien achten. Wir von Mevisto erleben immer wieder, dass unsere Kunden die weichen und hochwertigen 18-Karat-Anhänger mit einer Kette aus einem härteren Metall kombinieren. Durch das Tragen unterschiedlich harter Metalle wetzt sich das weichere Metall – in diesem Fall der Anhänger – jedoch schnell ab und durch. Auch die Kombination Metall und Edelstein sollte regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden. Einer unserer beliebten Schliffe ist zum Beispiel „Wild Beauty“. Hierbei wird die Form des Kristalles, die sich auf natürliche Art und Weise ergibt, so wenig wie möglich bearbeitet. Lediglich die Facetten werden poliert, ansonsten darf der Edelstein seinen individuellen Charakter beibehalten. Dieses Modell wird mit einem Goldstift ausgestattet, der durch den Stein verläuft – eine Stelle, die bei diesem Edelstein besonderer Pflege bedarf. Denn der Stein ist stärker als jedes Metall, sodass sich der Stift mit der Zeit abnutzen wird. Das Schmuckstück – und insbesondere der Stift – sollten daher regelmäßig von einem Goldschmied kontrolliert werden. Bei Edelsteinen liefert auch die Mohs‘sche Härteskala Anhaltspunkte in Sachen Haltbarkeit und Kratzeranfälligkeit. Sie geht von 1 bis 10, wobei Diamant auf Platz 10 – der Spitze der Skala – und Talk auf Platz 1 rangiert. Somit ist Diamant das härteste Material, das von keinem anderen zerkratzt werden kann, außer von einem anderen Diamanten. Rubine und Saphire, wie wir sie auch bei Mevisto verwenden, gehören zu den Korunden und nehmen Platz 9 ein. Sie sind somit widerstandsfähig gegenüber harten Oberflächen und behalten ihren Glanz länger als beispielsweise die weicheren Opale oder Smaragde.

Dos and Don’ts in Sachen Schmuckpflege

Darüber hinaus können Sie mit folgenden weiteren Tipps zur Pflege und zum Tragen die Haltbarkeit Ihres Gold-, Silber- oder Edelstein-Schmuckstücks positiv beeinflussen:

  • Legen Sie empfindlichen Schmuck vor dem Schlafengehen ab: Beim Schlafen mit Schmuck können sich Ösen, Fassungen und Verschlüsse in Ihrer Bettwäsche, im Pyjama oder in den Haaren verheddern, Ketten und Armbänder können brechen oder es löst sich die Fassung eines Rings. Insbesondere Schlangenketten sind sehr empfindlich auf Knicke. Aufbewahren lassen sich Schmuckstücke am besten luftdicht und lichtgeschützt sowie getrennt voneinander, um gegenseitiges Zerkratzen zu verhindern.  
  • Verzichten Sie auf empfindlichen Schmuck beim Sport: Insbesondere Aktivitäten, bei denen Sie schwere Gegenstände heben, drücken oder schieben, können Ringe beschädigen. Dance Workouts, Spinning & Co. bergen wiederum die Gefahr, dass durch schnelle Bewegungen der Schmuck reißt oder sich verheddert.
  • Reinigen Sie Ihren Schmuck regelmäßig: Äußere Einflüsse wie Staub, Sand, Erde, Lotionen, Deos oder Sprays, genauso wie Schweiß und andere Körperflüssigkeiten können Schmuckstücken zusetzen. Vieles davon wirkt wie Sandpapier und lässt Metall mit der Zeit dünn werden. Eine sanfte Lauge bzw. warmes Seifenwasser und eine alte Zahnbürste reichen aus, um die meisten Schmuckstücke zu reinigen. Achtung: Aggressive Mittel können Schmuck beschädigen! Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich vom Juwelier beraten!
  • Lassen Sie Ihren Schmuck regelmäßig kontrollieren: Und nicht erst, wenn schon ein Verschluss oder eine Fassung kaputt gegangen ist. So mindern Sie das Risiko, unterwegs ein geliebtes Schmuckstück zu verlieren. Sie können die Kontrolle durch den Juwelier auch gleich mit einer Reinigung verbinden. Insbesondere antiker Schmuck und jener, der sehr viel getragen wird, sollten öfter geprüft werden.

Pflegehinweise für Ihr Mevisto-Schmuckstück

Mehr zum Thema Pflege, insbesondere unserer Mevisto-Edelstein-Schmuckstücke, haben wir in einem eigenen Bereich für Sie zusammengefasst. Sie haben weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne

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