Eheringe als Symbol der Verbundenheit: Über ihren Ursprung und ihre Tradition

„Something old, something new, something borrowed, something blue and a sixpence in her shoe.“ – Das ist einer der bekanntesten Sprüche, wenn es ums Heiraten geht. Eine Braut sollte demnach am Tag der Hochzeit etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues bei sich tragen, genauso wie ein Geldstück im Schuh. Der Brauch stammt aus dem englischen Kulturkreis, in dem er bereits seit dem Viktorianischen Zeitalter gepflegt wird. Hierzulande wird das Geldstück jedoch oft weggelassen – man beschränkt sich auf „four somethings“, oder vier Glücksbringer. Doch das ist längst nicht alles, was bei einer Hochzeit nicht fehlen darf. Auf dem unangefochtenen Thron der Must-haves steht nach wie vor er: der Ehering. Und das seit vielen Jahrzehnten. Denn: Eheringe gelten als Symbol der Verbundenheit. Aber wo hat der Ehering eigentlich seinen Ursprung und was gibt es Wissenswertes über diese Tradition zu erzählen? Wir haben die Antworten.

Vom Zeichen des Besitzes zum Symbol der Liebe

Bei all der Symbolik, die hinter dem Ehering steckt, könnte man vermuten, er stamme aus dem letzten Jahrhundert, aus einer Zeit, in der sich die Ehe romantisierte. Doch Fakt ist: Der Ursprung des Eherings geht auf die Antike zurück. Von Liebe war damals allerdings keine Rede: Vielmehr suchten sich die Männer ihre Ehefrauen gezielt aus, wobei die Frauen kein Mitspracherecht hatten. Um allen zu signalisieren, dass nun eine Frau zu einem bestimmten Mann gehörte, bekam diese letztendlich einen Ring angesteckt, der meist aus Eisen gefertigt wurde. Auch die Römer griffen auf dieses Zeichen des Besitzes zurück und als die ersten Siegelringe aufkamen, gaben Männer auch diese öfter an ihre Ehefrauen weiter. Erst im Mittelalter kam die kirchliche Bedeutung hinzu: So soll Papst Nikolaus I 855 bei einer Konferenz gesagt haben: „So wie der Ring kein Anfang und kein Ende hat, so sollen die Beziehung des Paars und der Bund mit Gott ewig wären.“ Ab dem 13. Jahrhundert hielten die Eheringe dann gänzlich Einzug in kirchliche Rituale.

Rechts oder links – das bestimmt die Kultur

Heute werden Eheringe zunächst in der Kirche gesegnet, ehe Braut und Bräutigam sich das Ja-Wort geben und sie tauschen. Auch bei standesamtlichen Hochzeiten kommt es mittlerweile zum Tausch der Ringe. Doch ganz egal, ob Kirche oder Standesamt – ein volkstümlicher Aberglaube hält sich bei diesem Ritual wacker: Rutscht der Ring am großen Tag mühelos auf den Finger der Braut, so soll der Bräutigam der dominante Part eines Ehepaares sein. Gestaltet sich der Akt jedoch schwierig, so soll wiederum die Frau das Sagen haben. Auf welchem Finger der Ehering schließlich landet, hat mit der jeweiligen Kultur und ihren Traditionen zu tun. In Österreich und Deutschland ist es üblich, ihn am Ringfinger der rechten Hand zu tragen. Verbreiteter ist global gesehen jedoch das Tragen des Rings am Ringfinger der linken Hand. An der Symbolik der Eheringe hat sich indes bis heute nichts verändert: Sie symbolisieren aufgrund ihrer Kreisform, die weder Anfang noch Ende hat, die Ewigkeit der Liebe eines Paares füreinander.

Vom goldenen Klunker bis zum zarten Edelstein

In puncto Material, Ausführung und Details sind dem Brautpaar bei den Eheringen heutzutage keine Grenzen mehr gesetzt: Die Palette reicht von Platin, Gold, Rosé- und Rotgold, Silber und Palladium bis hin zu Titanium, Tantal oder Carbon. Edelsteine, Diamanten oder eine Gravur machen Eheringe noch individueller. So lassen sich manche das Hochzeitsdatum, andere den Namen des Partners, einen Spruch, ein Herzschlag-Diagramm oder den Fingerabdruck des Herzensmenschen im Ring verewigen. Viele Brautpaare entscheiden sich nach wie vor für dieselben Ringe – aus demselben Material oder im selben Stil. Lediglich die Größe variiert. Daneben werden aber auch individuellere Varianten immer beliebter. Wer sich zum Beispiel für einen Ehering mit einem blauen Saphir entscheidet, hat bei der Hochzeit gleich „etwas Blaues“ – oder „something blue“ – mit dabei.

Wenn der Tod zwei Menschen trennt 

Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder Gründe, warum Ehepartner doch wieder allein durchs Leben gehen müssen – zum Beispiel, wenn der Ehemann oder die Ehefrau stirbt. Wir von Mevisto finden es besonders schön, die Verbundenheit zu einem Herzensmenschen auch über die Grenzen des Lebens hinaus dadurch zu zeigen, dass man den Ring beispielsweise mit einer Kette um den Hals trägt. Sie können uns aber auch Ringe schicken, wir schmelzen sie ein und lassen daraus ein neues Schmuckstück entstehen – als Zeichen, dass das Leben weitergeht, Veränderung stattfinden und Neues entstehen darf. Wofür Sie sich letztendlich entscheiden, bleibt ganz Ihnen überlassen – Mevisto begleitet Sie in jedem Fall gerne auf Ihrem individuellen Weg.